Daum, Christoph (Kokainkonsum)

Am 9. Oktober 2000:

Ich werde den Nachweis meiner Unschuld erbringen! (…) Diese Haarprobe wurde unter notarieller Aufsicht entnommen, versiegelt und wird heute dem Institut für Gerichtsmedizin in Köln übergeben. Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe.
(Tagesspiegel)

Mitte Januar 2001:

Ich gebe hier klar und offen zu, dass ich mit Drogen in Kontakt gekommen bin. Ich habe Kokain zu mir genommen. (…) Die Haaranalyse, die ich hab machen lassen, muss man im Nachhinein sagen, das war ein Fehler. (…) Ich habs mir auch anders vorgestellt.
(YouTube)

Dezember 2012: kicker.tv berichtet in der Rückschau auf 50 Jahre Bundesliga über den Skandal um Christoph Daum.

Köhler, Horst (No-Bailout-Klausel)

Im April 1992 – Köhler ist zu dieser Zeit Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und war beteiligt an den Verhandlungen über den Vertrag von Maastricht, der unter anderem die Modalitäten der Einführung einer gemeinsamen Währung regelt – im April 1992 nun im Interview mit dem Spiegel:

KÖHLER: (…) Es wird nicht so sein, daß der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen.

SPIEGEL: Und wie soll das verhindert werden?

KÖHLER: Mit dem Vertrag von Maastricht und gegebenenfalls Weiterentwicklungen durch die bereits heute für 1996 vorgesehene Regierungskonferenz. Es gibt eine “no bail out rule”. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen.
(Spiegel 15/1992)

18 Jahre später ist Köhler Bundespräsident und erhält durch eine Ironie des Schicksals die Chance, zu seinem Wort zu stehen. Im Mai 2010 nämlich wird ein Gesetz geschaffen, wodurch Deutschland bis zu 148 Milliarden Euro zu einem Euro-Rettungsschirm beisteuern wird. Die Konsequenz: Zahlungen reicherer Länder an ärmere Länder (“Abkassieren”?) und Bruch der “No-Bailout-Rule”.

Doch Köhler unterschreibt das Gesetz am 22. Mai 2010. (faz.net)

Neun Tage später, am 31. Mai 2010, tritt Köhler überraschend von seinem Amt als Bundespräsident zurück, die offizielle Begründung dafür erwähnt das Gesetz zum Rettungsschirm nicht.

Peter Gauweiler (CSU) stellt Köhler daraufhin unangenehme Fragen zu einem möglichen Zusammenhang. (Spiegel Online)

Zum Weiterlesen: